So macht man ein Backup richtig!

Jeder weiß dass man seine Daten schützen muss, doch die wenigstens tun es richtig. Datenverlust gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Ärgerlich sind aber alle. Deshalb ist es wichtig mit einem Backup vorzusorgen.

Die faule Variante – Cloudspeicher

Backups von unseren Daten anfertigen zu lassen ist so einfach wie nie und doch wird dieses Thema verdrängt. Smartphones, ob iOS oder Android, fragen gleich zu Beginn nach, ob man seine Daten in der Cloud sichern möchte. Stimmt man diesem Service zu, so besitzt man eine verlässliche und vor allem einfache Sicherung der Daten. Die privaten Daten werden auf einem unbekannten Server des jeweiligen Anbieters abgelegt. Nicht jeder kann sich mit diesem Gedanken anfreunden seine Daten irgendwo abzulegen.

Bereits in der Vergangenheit sind private Daten von iCloud oder Dropbox Nutzen an die Öffentlichkeit gelangt. Und sind diese Daten erst einmal öffentlich, werden die auch immer wieder auftauchen.

Bei Windows PCs funktioniert die Sicherung per Cloudspeicher ähnlich. Hier gibt es per Standard den Microsoft eigenen OneDrive Speicher. Alle Daten, welche hier abgelegt werden, werden in den Cloudspeicher geladen.

Der angebotene gratis Speicherplatz ist begrenzt. Für Fotos und Dokumente reicht es aus. Wer mehr Speicherplatz benötigt hat die Möglichkeit ein Abo abzuschließen.

Anbieter:

Google Drive

Microsoft OneDrive

Dropbox

Vorteile:

+ Einfache Handhabung
+ Gratis Speicherplatz reicht für Fotos und Dokumente aus
+ Man hat von überall Zugriff auf seine Daten

Nachteile:

– Man gibt seine Daten aus der Hand
– In der Vergangenheit sind bereits private Daten an die Öffentlichkeit gelangt


Die klassische Variante – Externe Speicher

Eine auch sehr einfache Methode seine Daten zu sichern sind externe Speichermedien, wie zum Beispiel auf externe Festplatten oder Flash Speicher. Da Speichermedien immer günstiger und größer werden bietet es sich an diese auch für Backups zu verwenden. Es handelt sich hierbei um eine sehr günstige und vorallem sichere Methode. Welche Daten man sichern möchte und wann man das tut, bleibt jedem selbst überlassen.

Angebote:

Externe Festplatten

Vorteile:

+ Einfach anzuschließen per USB-Kabel
+ Daten befinden sich in den eigenen vier Wänden

Nachteile:

– Man ist selbst für sein Backup verantwortlich
– Daten müssen eigenhändig auf das externe Speichermeidum kopiert werden


Die Luxus Variante – Netzwerkspeicher

Eine weitere Methode seine Daten zu sichern sind die sogenannten NAS (Network Attached Storage) Systeme. Diese Systeme sind sozusagen eine Mischung aus den ersten beiden Backupmethoden. Quasi Cloudspeicher für zu Hause. Benötigt wird das System, Festplatten und ein direkter Netzwerkanschluss. Bei den meisten Personen ist das in dem Fall der Router.
Anbieter wie Synology oder Fujitsu haben mittlerweile sehr Anwenderfreundliche Systeme und auch einen sehr guten Service, wenn man doch Hilfe benötigen sollte.
Es können Automatismen eingerichtet werden, damit Backups regelmäßig gemacht werden. Auch unterwegs lassen sich Daten direkt auf sein NAS System zu Hause hochladen.

Empfehlenswert sind hier NAS Systeme mit mindestens 2 freien Plätzen für Festplatten. So kann nämlich ein RAID System angelegt werden. Bei zwei Festplatten funktioniert ein RAID0. Das bedeutet, dass alle Daten gespiegelt werden. Fällt eine Platte aus, gibt es immerhin noch die Zweite. Die defekte lässt sich einfach ersetzen und das RAID baut sich automatisch wieder auf.

Angebote:

NAS Systeme

Vorteile:

+ Private Cloud
+ Lässt sich für Freunde und Familie einfach freigeben
+ Die Systeme bieten je nach Anbieter noch mehr Dienste an
+ Verlässliches System

Nachteile:

– Die teuerste Variante


Fazit:

Durch ein großes Angebot an weiteren, meist kostenlosen, Softwaremodulen lässt sich ein NAS System problemlos erweitern. Beispielsweise lässt sich ganz einfach ein Multimediacenter einrichten und so Videos und Fotos direkt am Fernseher anzeigen zu lassen. Es harmoniert auch wunderbar in einer bestehenden Smarthome Umgebung. Für mehr Anregung im Smarthome Bereich verweise ich auf diesen internen Link.

Wie denkst Du darüber?